Frequently Asked Questions (FAQs)


Frage: Gilt die PDF-Rechnung als elektronische Rechnung?

Es stellt sich immer wieder die Frage, ob eine per E-Mail übermittelte oder auf einer Online-Plattform bereitgestellte PDF-Rechnung als elektronische Rechnung einzustufen ist.

Antwort:

Weil die Bereitstellung und Übermittlung von PDF-Rechnungen als einfache und niederschwellige Lösung betrachtet werden kann, schätzt das swissDIGIN-Forum die PDF-Rechnungen als wichtig für die Verbreitung der elektronischen Rechnung ein. Wenn sich Rechnungssteller und Rechnungsempfänger darauf einigen, die Rechnung als PDF-Datei auszutauschen und der von den Steuerbehörden geforderte Nachweis des Ursprungs und der Unverändertheit der Datei erbracht werden kann, handelt es sich im erweiterten Sinne um eine elektronische Rechnung.

Frage: Digitale Signatur von E-Rechnungen trotz Beweismittelfreiheit?

In der Schweiz wurde mit der Revision des MWSTG per Anfang 2010 der Grundsatz der Beweismittelfreiheit eingeführt. Müssen elektronische Rechnungen dennoch wie in Artikel 3 der Verordnung über elektronische Daten und Informationen (ElDI-V) digital signiert werden?

Antwort:

Nein. In einer am 27. September 2016 von der ESTV publizierten Praxispräzisierung wird darauf hingewiesen, dass in der Schweiz keine Signaturpflicht für E-Rechnungen mehr besteht.

"Bei übermittelten und aufbewahrten Daten, die für den Vorsteuerabzug, die Steuererhebung oder den Steuerbezug relevant sind, muss unabhängig davon, ob sie auf Papier oder elektronisch vorliegen, der Nachweis des Ursprungs und der Unverändertheit erbracht werden.

Frage: Rechnungsstellung aus dem Ausland

Müssen Lieferanten und Leistungserbringer aus dem Ausland bei der elektronischen Rechnungsstellung den gesetzlichen Richtlinien der Schweiz folgen?

Antwort:

Nein. Dem Territorialitätsprinzip folgend, sind die Rechnungen von ausländischen Leistungserbringern an keine besonderen Formvorschriften gebunden. Der inländische Leistungsempfänger muss vom ausländischen Leistungserbringer lediglich verlangen, dass seine Rechnung einen genügenden Leistungsbeschrieb enthält.

Link zum Dokument der ESTV zur grenzüberschreitenden Rechnungsstellung.

Frage: Elektronische Signatur bei Self-Billing nötig?

Sind im Falle, dass mit einem Schweizer Lieferanten Self-Billing vereinbart ist, d.h. der Leistungsempfänger im Namen und für Rechnung des Leistungserbringers die elektronischen Rechnungsdaten erstellt, diese Daten ebenfalls elektronisch zu signieren?

Antwort:

Nein. Elektronische Daten, die der Leistungsempfänger oder die Leistungsempfängerin an die Adresse des Leistungserbringers oder der Leistungserbringerin richtet (z.B. Gutschriftserteilung) oder die er oder sie im Namen und für Rechnung des Leistungserbringers oder der Leistungserbringerin erstellt (Self-billing), bedürfen laut ElDI-V Art. 3, Abs. 2 jedoch einer Empfangsbestätigung durch den Leistungserbringer oder die Leistungserbringerin. Diese Empfangsbestätigung muss die Voraussetzungen nach Absatz 1 erfüllen und eindeutig Bezug auf die empfangenen Daten nehmen, d.h.

Frage: Verfahrensdokumentation: Gibt es eine Vorlage?

Gibt es eine Vorlage für eine von der ESTV geforderte Verfahrensdokumentation?

Antwort:

Ja. Ein solche Vorlage wurde im Rahmen des swissDIGIN-Forums erarbeitet. Auf der Webseite von swissDIGIN unter der Rubrik Ressourcen -> Vorlagen und Tools sind eine Vorlage für eine Verfahrensdokumentation und ein Musterbeispiel für eine E-Invoicing Verfahrensdokumentation zu finden.

[Link: http://www.swissdigin.ch/ressourcen_vorlagen-und-tools]